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Aktuelle Nachrichten

13.09.2019 08:58

Orthesen-Testtage bei Oratho vom 04. bis 08. November 2019

Knieschmerzen sind belastend und schränken den Alltag ein. Damit Bewegung wieder möglich wird, braucht das Knie Unterstützung. Mit Entlastungsorthesen können wir Ihre Schmerzen bei Kniearthrose sehr gut lindern. Jedoch ist es wichtig, dass die Knieorthese punktgenau angepasst wird. Die genaue Vermessung und Anpassung erfolgt bei Oratho durch ausgebildete Orthopädie-Techniker. Jetzt Termin vereinbaren zur persönlichen Beratung und Vermessung unter Tel: 069 – 80 10 83 – 0

Wer ist Kostenträger bei notwendigen Hilfsmittelversorgungen?

In erster Linie ist Ihre zuständige Krankenkasse ihr Ansprechpartner. Pflegebedürftige mit Pflegestufe von eins bis
drei haben Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Ist ein Hilfsmittel für die Eingliederung
in den Arbeitsprozess oder für die Berufsbildung notwendig, können Sie sich an die Bundesagentur für Arbeit
wenden. Ist das Kind durch Fremdverschulden zu Schaden gekommen, ist die Unfallversicherung des Unfallverursachers
Kostenträger. Weitere Kostenträger sind u.a. das Amt für Soziales, die BfA und die LVA.

Was müssen Sie tun, wenn Ihr Kind ein Hilfsmittel benötigt?

Voraussetzung für eine Hilfsmittelversorgung ist in der Regel eine Verordnung (Rezept) vom Arzt. Mit dieser Verordnung
können Sie sich an Ihre Krankenkasse bzw. andere zuständige Kostenträger oder auch direkt an Ihren
pädiVital-Fachbetrieb wenden. Es ist außerdem möglich und durchaus sinnvoll, sich erst durch den pädiVital-
Medizinprodukteberater beraten zu lassen, gegebenenfalls das Hilfsmittel zu probieren und sich anschließend
eine spezifisch ausgestellte Verordnung vom Arzt ausstellen zu lassen.

Wie lange hat die Krankenkasse Zeit über einen Hilfsmittelantrag zu entscheiden?

Werden Leistungen zur Teilhabe beantragt, stellt der Rehabilitationsträger innerhalb von zwei Wochen nach
Eingang des Antrages fest, ob er nach dem für ihn geltenden Leistungsgesetz für die Leistung zuständig ist;
bei den Krankenkassen umfasst die Prüfung auch die Leistungspflicht nach § 40 Abs. 4 SGB 5. Ist er für die
Leistung nicht zuständig, leitet er den Antrag unverzüglich dem zuständigen Rehabilitationsträger zu. Ist für die
Feststellung des Rehabilitationsbedarfs ein Gutachten erforderlich, muss umgehend ein geeigneter Sachverständiger
eingeschaltet werden. Er nimmt eine umfassende sozialmedizinische, bei Bedarf auch psychologische
Begutachtung vor und erstellt das Gutachten innerhalb von zwei Wochen nach Auftragserteilung. Die in dem
Gutachten getroffenen Feststellungen zum Rehabilitationsbedarf werden den Entscheidungen der Rehabilitationsträger
zugrunde gelegt. § 14 SGB 9

Kann über den Antrag auf Leistungen zur Teilhabe nicht innerhalb der in § 14 Abs. 2 genannten Fristen entschieden
werden, muss der Rehabilitationsträger Sie umgehend darüber informieren. Erfolgt die Mitteilung nicht oder
liegt ein unzureichender Grund vor, können Sie dem Rehabilitationsträger eine angemessene Frist setzen und
dabei erklären, dass Sie sich nach Ablauf der Frist die erforderliche Leistung selbst beschaffen. In diesem Fall ist
der zuständige Rehabilitationsträger unter Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zur
Erstattung der Aufwendungen verpflichtet. Die Erstattungspflicht besteht auch, wenn der Rehabilitationsträger
eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbringen kann oder er eine Leistung zu Unrecht abgelehnt hat.
§15 SGB 9

 

Besteht ein gesetzlicher Anspruch auf die Versorgung mit Hilfsmitteln?

Nach §33 SGB 5 haben „Versicherte... Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen
und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu
sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel
nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen ... sind.“
Hilfsmittel sind u.a.: Orthesen, Prothesen, Sitzschalen, manuelle und elektrische Rollstühle, Rollatoren, Therapiestühle,
behindertengerechte Fahrräder, Hilfen für Bad und WC, Pflegebetten, Inkontinenzmaterial, Absaugpumpen,
Sauerstoffkonzentratoren u.v.a.

Was für Möglichkeiten habe ich, wenn ein beantragtes Hilfsmittel abgelehnt wird?

Wenn die Krankenkasse eine Kostenübernahme für das beantragte Hilfsmittel ablehnt, können Sie dagegen Widerspruch
einlegen. Bei Minderjährigen übernehmen dies die Eltern oder gesetzlichen Vertreter. Beschreiben Sie
im Widerspruch die genauen Beweggründe der Beantragung und den therapeutischen Nutzen des Hilfsmittels.
Hierbei ist es sinnvoll, wenn Sie die zuständigen Ärzte, Therapeuten und Orthopädie- bzw. Rehatechniker zur
Unterstützung ansprechen. Es gilt beim Widerspruch die gesetzlichen Fristen einzuhalten. Ist der Ablehnung eine
Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt, muss der Widerspruch innerhalb vier Wochen erfolgen. Fehlt der Rechtsbehelf
kann der Widerspruch innerhalb eines Jahres nach Ablehnung eingelegt werden. Wird das Hilfsmittel auch
nach erfolgtem Widerspruch abgelehnt, können Sie Klage beim Sozialgericht einlegen.